DKP in Aktion: beim Warnstreik der ver.di

Auch in Aachen hatte die Gewerkschaft ver.di mehrere Busse organisiert, um den Kolleginnen und Kollegen eine gemeinsame Anreise zur Großdemonstration in Köln zu ermöglichen. Diese Möglichkeit nutzten erfreulich viele Menschen. Schon bei den Aktionen in Aachen selbst hatten viele Kolleginnen und Kollegen teilgenommen, um so der richtigen Forderung der Gewerkschaft Nachdruck zu verleihen. Die Aktion in Köln und anderen Städten in NRW und Deutschland, soll untermauern, dass die Arbeiter nicht mehr länger still halten, sondern endlich einen gerechten Lohn für ihre harte Arbeit verlangen. Was Politiker sich mal so nebenbei genehmigen, dass müssen sich die Kollegen hart erkämpfen.

Dafür sprach die Ortsgruppe der DKP ihre Solidarität aus und verteilte vor der Abfahrt eine Solidaritätsbekundung an die Kolleginnen und Kollegen. Die Gespräche zeigten, dass die Menschen bereit sind für ihre Ziele zu kämpfen. Hoffen wir, dass die Gewerkschaftsführung diesem Wunsch auch nachkommt und nicht am Ende ein Ergebnis herauskommt, welches weit entfernt von den jetzigen Forderungen ist. Dies liegt natürlich auch an der Beteiligung und dem Einsatz der Basis, diese war zumindest heute und in den letzten Tagen sehr ermutigend.

Nachfolgend dokumentieren wir das Solidaritätsschreiben an die Kolleginnen und Kollegen der ver.di:

Liebe ver.di – Kolleginnen und – Kollegen,

die DKP – Parteigruppe Aachen erklärt sich solidarisch mit Eurer Lohnforderung und will Euch in der Auseinandersetzung zu ihrer Durchsetzung unterstützen!
Wie wir uns alle noch gut erinnern können, haben sich unsere „Volksvertreter“ Ende Februar eine Diätenerhöhung um
830 € auf 9.082 € monatlich geleistet –
das entspricht einer Steigerung um 10%!!!
Und das bezeichneten sie „als angemessen“, denn schließlich „leisteten Abgeordnete Kärrnerarbeit mit hoher Verantwortung.“

Dagegen bezeichnete der CDU – Innenminister Lothar de Maizière Eure Forderung nach 100 € und 3,5% – Lohnerhöhung als
„maßlos überzogen – die kann sich niemand leisten“!

Im Gegensatz zu den allermeisten Abgeordneten leistet Ihr
tatsächlich „Kärrnerarbeit“ mit hoher Verantwortung,
z.B. als Kranken- oder AltenpflegerIn, als BusfahrerIn, als ErziehrIn etc.,etc. …..

Für diese Arbeiten Löhne zu bezahlen, von denen Ihr auch leben könnt, halten Volksvertreter und Regierung für „maßlos überzogen“ und das mit der schamlos gelogenen Begründung, dass „sich niemand einen solchen Abschluss leisten kann“!
Daraus entsteht zwangsläufig die Frage, wie lange wir uns noch Volksvertreter leisten können und wollen, die sich in dreister Selbstbedienungsmentalität ihre Bezüge ins Unermessliche schrauben und diejenigen, die sie vertreten sollen, auf Hungerdiät setzen!!!
Wir wünschen Euch Erfolg in Euren Streiks zur Durchsetzung höherer Einkommen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.