Treffen belgischer und deutscher Kommunisten in Lüttich

Die Kommunistische Partei Belgiens (KPB) hatte uns, die SDAJ und die Freunde der VVN zu einem gemeinsamen Kulturausflug nach Lüttich eingeladen. Diese Einladung nahmen wir gerne an und so machten sich einige Menschen auf den Weg nach Lüttich, wo eine alte Festungsanlage zu einem Museum umgebaut wurde, welches an den Schrecken des Krieges erinnern will.

Auf insgesamt drei Ebenen wurden dabei Fundstücke von Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges ausgestellt. Die Briefe der Soldaten hinterließen einen guten Eindruck, was Krieg für die Menschen wirklich bedeutet. In einem Außenbereich konnte man zudem Panzer und Flakgeschütze der Kriege betrachten. Eine solche Maschine von Nahem zu sehen, machte auch deutlich, wie beängstigend solche Maschinen für die einfachen Menschen gewesen sein mussten.

Ein Dolmetscher übersetze für die deutsche Delegation die französischen Vorträge. Dabei erzählte der Gründer des Museums einmal wie schwierig es war, eine solche Gedenkstätte zu ermöglichen, aber er berichtete auch über die Situation der Belgier, die zweimal in kurzer Zeit von deutschen Truppen in den Krieg gezogen wurden. Da im zweiten Weltkrieg einige wichtige Rüstungsanlagen in der Region Lüttichs standen, war die Situation häufig angenehmer als in anderen Regionen Belgiens, da die deutschen Besatzer die Produktion nicht gefährden wollten.

Nach dem Besuch des Museums ließen wir den Tag bei einem leckeren Kaffee ausklingen. In den stattfindenden Diskussionen stellten dabei alle fest, dass eine Zusammenarbeit über die Grenze intensiviert werden muss. Genau deshalb folgt die DKP auch der nächsten Einladung der KPB am 18. August. Dort gedenkt die Partei der Ermordung von Julien Lahaut. Dieser war am 18.08.1950 wahrscheinlich von flämischen Nationalisten erschossen worden. Mit dem Gedenken soll gezeigt werden, dass der Kampf gegen Faschismus und Nationalismus unerbittlich weitergehen muss.

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