DKP erwartet zehntausende Gäste zu diesjährigem UZ-Pressefest in Dortmund

1. Juli 2016 14:00bis3. Juli 2016 18:00

Das Fest des Friedens und der Solidarität

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Vom 1. bis zum 3. Juli dieses Jahres lädt das Parteiorgan der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), die Wochenzeitung Unsere Zeit (UZ), erneut zu ihrem traditionellen Pressefest nach Dortmund ein. Das UZ-Pressefest findet traditionell im Turnus von 2 Jahren statt. Die DKP hat sich entschieden, das größte politische Fest der Linken in Deutschland wie bereits in den Vorjahren auch 2016 im Revierpark Dortmund-Wischlingen durchzuführen.
Mit dem Revierpark in Dortmund setzt die DKP nicht nur auf Kontinuität, sondern trifft eine politische Entscheidung. Der Vorsitzende der DKP, Patrik Köbele, erklärt dazu: „Das UZ-Pressefest ist das Fest des Friedens und der Solidarität. Hier treffen sich alle, die sich mit den herrschenden Zuständen nicht abfinden wollen. Die Armutsquote im Ruhrgebiet hat nunmehr die 20-Prozent-Marke erreicht. Jeder fünfte Mensch hier gilt inzwischen als arm. Vor allem Kinder, Frauen, Erwerbslose, Betagte, aber auch Migrantinnen und Migranten leiden hier unter zunehmenden Druck und ihrer stetig fortschreitenden sozialen Deklassierung durch die herrschende Politik. Hier wollen wir ansetzen und klar machen: Es geht auch anders. Wir Kommunistinnen und Kommunisten kämpfen an der Seite der Menschen für das Grundrecht auf Arbeit, für gerechte Löhne und Renten, für eine gerechte Gesundheitsversorgung und für gerechte Bildung. Hinzu kommt, dass wir in einer Stadt wie Dortmund, in der neofaschistische Gewalt an der Tagesordnung ist und die als die westdeutsche Nazihochburg gilt, klarstellen wollen, dass es kein Grundrecht auf Rassismus, Hetze und Gewalt gibt. Wir werden den Nazis nicht die Straße überlassen, egal ob sie in Nadelstreifen daherkommen, oder als Schlägertrupp.“
Bewährtes trifft auf Neues
Auch für das kommende Fest rechnet die DKP mit mehreren Zehntausend Besucherinnen und Besuchern. Das Fest ist seit jeher der Treffpunkt für Linke, Aktivistinnen und Aktivisten aus der Friedens- und Antifabewegung, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Die Besucherinnen und Besucher erwartet auch in diesem Jahr ein reichhaltiges Angebot an politischen Veranstaltungen und Diskussionsrunden, an Kunst und Kultur und kulinarischen Spezialitäten. Dabei setzen die Veranstalter auf Bewährtes und Neues. Die verschiedenen Bezirke und Landesverbände der DKP werden wie gewohnt eigene Bereiche und Zelte haben und dort auch eigene Veranstaltungen und Zusammentreffen organisieren. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) hat ihren Jugendbereich – und mehr als zwei Dutzend internationale Schwesterparteien der DKP, deren Jugendorganisationen und andere Bündnispartner werden sich an der politischen Gestaltung des UZ-Pressefestes beteiligen. Neben dem traditionellen Kinderfest wird es auch den beliebten Buch- und Kulturmarkt wieder geben, wo linke Verlage ihre Neuveröffentlichungen, aber auch antiquarische Bücher und Klassiker vorstellen werden. Die bundesweit erscheinende linke Tageszeitung junge Welt und die Musik- und Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus (M&R) werden wieder einen eigenen Bereich auf dem Festgelände haben.
Von Modrow bis 44 Leningrad
Verschiedene Bundestags- und Landtagsabgeordnete aus verschiedenen Bundesländern haben bereits ihr Kommen angekündigt und werben bereits seit Wochen für eine Teilnahme am diesjährigen Fest. Auch der ehemalige Ministerpräsident der DDR, Hans Modrow, wird am UZ-Pressefest teilnehmen. Darüber hinausss werden Dutzende hochkarätige und beliebte Künstlerinnen und Künstler in Dortmund zu Gast sein: Die türkische Kombo „Grup Yorum“ und die beinahe legendäre Potsdamer Formation „44 Leningrad“, der es wie keiner anderen Band aus Deutschland gelingt, bolschewistische Folklore mit SKA und Punk zu vereinen. Der US-amerikanische „Walkabout Clearwater Chorus“, der 1984 von der Folklegende Pete Seeger gegründet wurde, wird in Dortmund ebenso auftreten, wie „Klaus der Geiger“, der zusammen mit dem „KunstSalon Orchester“ die Hauptbühne übernimmt – gefolgt vom fast traditionellen Highlight auf UZ-Pressefesten: Der prominenten Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano, die gemeinsam mit Microphone Mafia auftreten wird – gelebte antifaschistische Tradition trifft Hiphop.
„Das UZ-Pressefest wird ein Treffpunkt für alle, die gegen Krieg und Faschismus aktiv sind. Ein Fest der Solidarität für alle, die keinen Frieden mit dem Kapitalismus machen wollen. Kraft tanken, mit FreundInnen, Kolleginnen und GenossInnen diskutieren und feiern – das ist das UZ-Pressefest der DKP“, freut sich Parteichef Köbele auf das generationsübergreifende und selbstorganisierte Fest, welches ganz im Zeichen von Frieden und Solidarität stehen soll und auch als Kampfansage an den zunehmenden Rassismus dieser Tage, sowie die geistigen Brandstifter aus rechten und neofaschistischen Parteien verstanden wissen werden soll.

Mehr Infos: www.uz-pressefest.de

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