Kategorie-Archiv: SDAJ

Gedenken an die ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter

WP_20160508_11_07_05_ProAm 8. Mai gedachten Mitglieder der DKP, der SDAJ und der VVN-BdA der ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter, an deren Schicksal ein Denkmal am Aachener Westfriedhof erinnert. Nachfolgend veröffentlichen wir den Redebeitrag von DKP und SDAJ:

Auf diesem Friedhof sind die Überreste von 148 sowjetischen Staatsbürgern begraben, die zur Zwangsarbeit nach Aachen deportiert waren. Dieser Ort ist in einiger Hinsicht für uns, die wir die Zeit des Faschismus nicht erlebt haben, von unmittelbarer Bedeutung. Dies ist die einzige Stelle in Aachen, an der der Opfer von Zwangsarbeit gedacht wird. Gegen Kriegsende befanden sich in Deutschland ca. 5,9 Mio ausländische Zivilarbeiter aus 20 Ländern und 1,9 Mio Kriegsgefangene. Allein aus der Sowjetunion waren 3,4 Mio Bürgerinnen und Bürger zu Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Die Arbeitsverwaltung Aachen wies vom 4.5.1942 bis zum 8.1.1944 Aachener Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben, Gaststätten und Privathaushalten 1785 sowjetische Arbeitskräfte zu. Der Frauenanteil war außerordentlich hoch, 1.079 Frauen standen 706 Männern gegenüber. Diese Menschen lebten unter unmenschlichen Bedingungen an der untersten Skala der rassistischen Werteskala. Als Arbeitssklaven waren sie völlig rechtlos Hunger, Gewalt und Willkür der deutschen ausgeliefert. Hier ruhen Menschen, die ganz jung ihr Leben lassen mussten. Onabol Sawenko starb mit 16 Jahren, Maria Bernascheska mit 17 Jahren. Leider wissen wir viel zu wenig über diese Menschen, über die Familien, aus denen sie kamen, über ihre Liebsten, die sie verloren, über das, was sie gelernt und wo sie gearbeitet haben. Auch über ihr persönliches Leben hier in der Gefangenschaft wissen wir nicht viel.

Viele der sowjetischen Gefangenen waren in der Reifenfabrik Englebert untergebracht, dort mussten sie zusammengepfercht auf Stroh schlafen. Die meisten der ZwangsarbeiterInnen waren im Lager Grüner Weg oder in kleineren betriebsnahen Lagern untergebracht. Die Sterbedaten deuten darauf hin, dass viele bei den Luftangriffen der Alliierten (11.4. und 25.5.1944) starben. Sie waren den Bomben schutzlos ausgeliefert, sie durften die Schutzbunker und Keller nicht aufsuchen. Ansonsten sind die meisten dieser Menschen verhungert, erfroren oder totgeschlagen.

An dieser Stelle haben in den letzten Jahrzehnten vielfach überlebende des Faschismus an den alltäglichen Umgang der deutschen Bevölkerung mit den sowjetischen ZwangsarbeiterInnen erinnert. Jede und jeder konnte diese Menschen leben, also vegetieren, hungern arbeiten und sterben sehen, sie waren Bestandteil des Stadtbildes, die Gewalt und Willkür gegen sie war alltäglich. Und die Aachenerinnen und Aachener haben das in der Regel hingenommen. Jawohl, es gab Beispiele von – illegaler – Solidarität, es gab heimliche Brotzuwendungen und sonstige Unterstützungen. Aber prägend war die gefühllose Hinnahme des Darbens der Nazi-Sklaven.

Auch die Aufarbeitung der Verbrechen gegen die ZwangsarbeiterInnen ist ein düsteres Kapitel Stadtgeschichte. Hier als Schlaglicht nur ein kleiner Hinweis aus dem Bereich der Justiz: Landgerichtsrat Manfred Schramm war seit 1933 Mitglied in der NSDAP und der SA gewesen. Er wurde nach dem Zusammenbruch wieder am Landgericht an alter Position beschäftigt und saß neben Kollegen in der Schwurgerichtskammer, die über die von Deutschen an Ostarbeitern begangene Verbrechen zu befinden hatte. Justitia ließ bei der Überprüfung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit Großzügigkeit walten.

Ein weiteres Thema an dieser Stelle ist die Geschichte der Gedenkstätte selbst und die Geschichte des Gedenkens. Diese Gedenkstätte wurde nach dem Krieg auf Druck alliierter Stellen errichtet. Die Kommunistin Maria Collard hatte in den 1970er und 1980er Jahren oft daran erinnert, dass diese Gedenkstätte in der Stadt ungeliebt war. In der Zeit des Kalten Krieges und des ungebrochen gegen die Sowjetunion gerichteten Antikommunismus war kein Platz für Empathie mit den Opfern. Maria berichtete uns, dass im Wesentlichen nur AntifaschistInnen aus der VVN, die Kommunistinnen und Kommunisten der KPD, aber 1968 dann der DKP, manchmal mit weiteren Partnern und Vertretern der sowjetischen Botschaft dieser Opfer gedachten. Darüber gibt es leider keine Dokumente und Zeugnisse, wir können nur auf die mündliche Überlieferung von Menschen von Maria Collard, Josef Christoffel oder Werner Landscheidt zurückgreifen.

Eine Wende trat dann mit dem Erstarken der Friedensbewegung ab Mitte der 1970er Jahre ein. Diese entdeckte diese Gedenkstätte als Mahnung und Auftrag, keinen deutschen Krieg mehr zuzulassen. Seit dem besuchten diese Gedenkstätte immer wieder die DGB-Jugend, verschiedene Friedensgruppen und diverse Schulklassen. 1994 hat sich in Aachen aus einer Bürgerbewegung das Projekt „Wege gegen das Vergessen“ entwickelt, ab 2001 wurden dann die Tafeln ausgebracht.

Diese hier hat die Inschrift:

„Hier ruhen 148 Menschen aus der Sowjetunion, Männer, Frauen und Kinder, die während des Krieges in ihrer Heimat zu Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt worden waren. Viele starben durch unmenschliche Behandlung.“

Endlich hatten diese Opfer des Faschismus eine angemessene Würdigung erfahren. Auch der heutige Anblick dieser Gedenkstätte ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Kampfes mit verschiedenen Stellen der Stadt. Die Steine waren ebenerdig in den Boden eingelassen, die Inschriften verwittert und unlesbar. Immer wieder unternahmen verschiedene Gruppe einen Anlauf, diesen unwürdigen Zustand zu ändern. Aus der Stadt hieß es dann lapidar, das müsse so sein, damit der Rasen leichter zu pflegen sei. 2012 war dann auch endlich damit Schluss, die Grabstätte wurde in den heutigen Zustand versetzt.

Eine letzte Position ist aber noch offen: Die Stadt Aachen gibt eine Broschüre „125 Jahre Westfriedhof I“ heraus, diese Gedenkstätte ist darin jedoch nicht erwähnt. Viele haben in den vergangenen Jahrzehnten am Gedenken an die Opfer der brutalen Zwangsarbeit festgehalten und diese Gedenkstätte besucht. Sie ist heute dem Vergessen entrissen. Großen Anteil daran haben die AntifaschistInnen der VVN, viele Gruppen und Initiativen der Friedensbewegung, die Volkshochschule als Projektleiterin von „Wege gegen das Vergessen“ und der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der RWTH mit den Arbeiten über die Zwangsarbeit in Aachen. Ihnen allen gebührt unser Dank.

Vielleicht gelingt es in Zukunft, den hier bestatteten Menschen wieder ein Gesicht zu geben und ihre Geschichte neu zu entdecken. Das könnte ein weitere Pflock sein im Bemühen, das Leben von Menschen zu achten und die Zerstörung durch Krieg für alle Zeiten zu ächten.

DKP in Aktion beim Internationalen Frauentag

WP_20160308_16_46_57_ProTraditionell verteilt die Aachener DKP am 8. März, dem Internationalen Frauentag rote Nelken und das UZ-Extra an die Bürgerinnen (und auch die Bürger) unserer Stadt. Dabei unterstützten uns die Genossinnen und Genossen der SDAJ Aachen tatkräftig.

Auch 2016 stand die DKP wieder in der Stadt, um so mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und aufzuzeigen, dass es in schwierigen Zeiten nur eine Alternative für die Bevölkerung gibt und diese kann niemals rassistisch oder gar faschistisch sein. Die Wahlen der letzten Tage haben deutlich gemacht, dass die Menschen nach Lösungen für die Probleme in diesem Land suchen. Das die Rattenfänger der AfD davon profitieren ist dabei eine Schande, aber auch nicht weiter überraschend. Schließlich wurde dieser Partei eine mediale Öffentlichkeit geschaffen, die es leicht machte sich als Protestpartei aufzuspielen. So ist es gerade die “Lügenpresse” die einen hohen Anteil am Erfolg der AfD hat.

Dabei vertritt die AfD Positionen, die den Interessen der breiten Bevölkerung entgegenstehen. Sie wollen keinen Mindestlohn, aber Verschärfungen von Hartz IV. Sie richten sich gegen die Gewerkschaft und damit gegen die größte Organisation der Arbeiterklasse. Und ihre Positionen zur Frauenpolitik dürfte wohl eher wieder zu den drei großen K´s führen (Kind, Küche, Kirche).

Auch deshalb geht die DKP unabhängig von Wahlen auf die Straße, um mit den Menschen zu diskutieren, sei es am Internationalen Frauentag oder an jedem ersten Wochenende im Monat. Denn wer nur zu Wahlzeiten mit den Menschen redet, der darf sich nicht wundern, dass diese ihm enttäuscht den Rücken zudrehen.

Das Befreiungsfest in Aachen

8. Mai 2015
17:00bis21:00

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Das 8. Mai Komitee Aachen (AKB, DKP, SDAJ, VVN, AFAB, PdL) lädt zum Befreiungsfest “Wir feiern 70 Jahre Befreiung von Krieg und Faschismus” in Aachen ein.

Mehr Informationen gibt es bei der offiziellen Facebook Seite: Befreiungsfest

DKP in Aktion: beim Newroz Fest der kurdischen Gemeinde

Am 20. März feierte die kurdische Gemeinde mit einer lautstarken Demonstration das traditionelle Newroz Fest. Dieses Fest, das übersetzt “der neue Tag” heißt ist tief im Widerstand des kurdischen Volkes gegen ihre Unterdrückung verankert. Später weitete sich das Fest auch auf andere Kulturen aus.

Im Gegensatz zu unserem Neujahrsfest ist das kurdische Neujahrsfest eine politische Veranstaltung für die Freiheit des kurdischen Volkes und für die Freiheit der inhaftierten kurdischen Freiheitskämpfer.

Und nicht nur im Feiern unterscheidet sich die Kultur von unserer, sondern auch in der Art wie man eine Demonstration gestaltet. Mit Trommelmusik, traditionellen Tänzen und Gesängen zieht die gut besuchte Demonstration durch die Aachener Innenstadt um dann bei Lagerfeuer am Elisenbrunnen seinen krönenden Abschluss zu finden.

Mitglieder der DKP und der SDAJ marschieren begeistert mit und zeigen so, dass wir dem Gedanken der internationalen Solidarität treu geblieben sind. Nächstes Jahr wollen wir mit noch mehr Genossen die kurdische Gemeinde bei ihrem Newroz Fest unterstützen.

SDAJ Pfingstcamp West 2013

2013 finden wieder die regionalen Pfingstcamps der SDAJ statt. In NRW findet das Pfingstcamp West in Münster vom 17. – 20. Mai statt. Wir werden auch dieses mal die jungen Genossinnen und Genossen aktiv unterstützen. Denn die Pingstcamps sind eine wichtige Einrichtung in Zeiten wo sämtliche Angebote für Jugendliche immer mehr kommerzialisieren. Das Pfingstcamp wird nicht nur für Jugendliche gemacht, sondern von ihnen selber gestaltet. Neben viel Raum für Konzerte und Parties, nehmen auch politische Diskussionen, ein Fussballturnier, Kreativ-Workshops und viele andere Aktivitäten ihren Platz ein. Es lohnt sich also vorbeizukommen und noch besser, man fährt direkt mit der SDAJ Aachen gemeinsam zum Camp!

Mehr Informationen erhaltet ihr auf der offiziellen Homepage: Pfingstcamp West

Anmelden könnt ihr euch auf der Seite der SDAJ Aachen.

14N – Solidarität mit der Europäischen Arbeiterbewegung

14. November 2012
17:00bis20:00

„SOLIDARITÄT
ist die ZÄRTLICHKEIT der VÖLKER“
(Ernesto „Che“ Guevara)

Der Europäische Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften in Griechenland,
Spanien, Portugal, Malta, Zypern, Italien, Frankreich und Belgien rufen auf, am
Mittwoch, dem 14. November 2012 mit Generalstreik, Streiks, Demonstrationen
und Kundgebungen gegen die Kürzungspolitik der EU und der Regierungen in den
EU-Staaten zu protestieren!

Ein Aachener Bündnis von Parteien und Gruppen aus Antikriegsbündnis, attac, DKP und
SDAJ, Partei Die Linke, occupy, SAV und solid ruft auf, sich im Rahmen einer Kundgebung
mit den europäischen KollegInnen zu solidarisieren!

Mittwoch, 14.11.2010, 17.00 Uhr,
Aachen – Elisenbrunnen !

Offener Brief an Polizeipräsident Oelze

Auf Initiative der SDAJ Aachen haben sich mehrere Einzelpersonen und Gruppen einem offenen Brief an Polizeipräsident Oelze angeschlossen, in welchem dieser aufgefordert wird, dem Naziaufmarsch in Stolberg endlich ein Ende zu setzen.

KAL Verbot konsequent umsetzen

Die faschistische Kameradschaft Aachener Land (KAL) wurde am 23.08.2012 endlich verboten. Das zeigt, dass die Politik in NRW eingesehen hat, dass es gefährlich ist, menschenverachtende Propaganda zu dulden und nicht dagegen vorzugehen. Das Ausruhen auf diesem Teilerfolg wäre jedoch ein fataler Fehler. Durch das Verbot wurde Geld, Material und Waffen beschlagnahmt. Jetzt muss den Neofaschisten auch die Möglichkeit genommen werden, ihre Aktivitäten fortzuführen.
Polizeipräsident Oelze hat betont, dass man sehr genau hinschauen werde, wenn die KAL eine neue Organisation aufbauen will. Wir möchten ihn hier beim Wort nehmen. Um das Verbot konsequent umzusetzen, müssen ihre ritualisierten Aktionen ebenso verfolgt werden wie ihre Symbole. Der sogenannte Trauermarsch im April in Stolberg (Rhld.) ist genau so ein ritualisierter Aktionstag der verbotenen KAL. Seit 2008 nutzen die Faschisten diesen, um einerseits ihrem Rassismus eine Stimme zu geben, andererseits um ihre Organisationen systematisch zu stärken. Dies ist in der Vergangenheit mehr als gut gelungen und hat dazu beigetragen, dass die KAL zu einer der angesehensten Kameradschaften im Bundesgebiet wurde.

Laut Aussage von Ingo Haller, einem führenden Kopf der Rechtsextremisten und ehemaligem NPD-Mitglied, hat er den Trauermarsch für die nächsten zehn Jahre angemeldet, also bis 2018. Der Trauermarsch wird von einem der 46 Menschen angemeldet, der die Verbotsverfügung durch die Polizei überreicht bekam, also zu dem aktiven Kreis gehört. Zudem werden und wurden alle wichtigen Vorbereitungen des Aufmarsches durch die Kameradschaft Aachener Land ausgeführt.
In Dortmund war eine exakt analoge Sachlage ausschlaggebend für das Verbot des revanchistischen „Nationalen Antikriegstag“. Dieser wurde von einem Mitglied der ebenfalls verbotenen Nazigruppierung Nationaler Widerstand Dortmund angemeldet, sowie durch diese Gruppe durchgeführt. Das Verbot dieses Aufmarsches wurde durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt. Das Gericht sah es als bestätigt an, dass die Organisatoren auf dieser Demo die Aktivitäten der nun verbotenen Gruppe fortführen wollen.
Das ist exakt der selbe Tatbestand, wie wir ihn in Stolberg im April 2013 zu erwarten haben. Es wird dementsprechend höchste Zeit, dass auch dieser Aufmarsch verboten wird!

Mit dem Verbot der Kameradschaft Aachener Land wurde die Grundlage geschaffen den Faschisten nicht nur ihre Organisation zu nehmen, sondern auch ihre Aktions- und Terrorisierungsmöglichkeiten einzuschränken und sogar unmöglich zu machen. Es liegt an uns, diese Chance zu nutzen und es liegt an der Polizeibehörde den Willen der Menschen umzusetzen.
Wir die UnterzeichnerInnen fordern den Polizeipräsidenten auf, dafür zu sorgen, dass der faschistische Aufmarsch durch Stolberg umgehend und dauerhaft verboten wird!

UnterzeichnerInnen:
Laura Röhrig, Katharina Preller, Martina Haase, Stefan-Cornelius Neudecker, Arne Boelling, Ralf Woelk, Dagmar Vogeler-Yildirim, Nikolaus Aneras; Aachener Friedenspreis, Antifaschistisches Aktionsbündnis (AFAB) Aachen, Antifa Stolberg, Bund der religiösen SozialistInnen Deutschland – Gruppe Rheinland, DGB Jugend Aachen, Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Aachen, DIE LINKE Städteregion Aachen, Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt, Eschweiler Bürgerinitiative – Gemeinsam gegen Neonazis, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Regionalverband Aachen, JungsozialistInnen (Jusos) Aachen, Kirche gegen Rechts, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Aachen, Verdi Jugend Aachen/Düren/Erft, UWG – Bürgerwille, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA) Aachen.

1. September ist Antikriegstag

Raus zum Antikriegstag 2012

17:30 Uhr am Elisenbrunnen

Interview mit der Vorsitzenden der SDAJ Aachen

Zum vierjährigen Bestehen interviewte die Kritische Aachener Zeitung die Vorsitzende der SDAJ Aachen.

kraz: Nach dem Untergang der sozialistischen Staaten dachten viele, dass damit auch das Ende für marxistisch-leninistische Gruppen eingeläutet wird, doch anscheinend habt ihr es geschafft, die SDAJ wieder zu neuem Leben zu erwecken?

Tabea: Die SDAJ Gruppe Aachen besteht jetzt seit 4 Jahren. Die Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend gibt es jedoch schon viel länger,sie wurde am 05. Mai 1968 von Jugendlichen und auch jungen Mitgliedern der ehemaligen KPD gegründet.

Die SDAJ ist heute in fast jedem Bundesland mit mehreren Ortsgruppen vertreten.

Es gibt viele Menschen die überrascht sind, dass es uns noch gibt, obwohl die SDAJ schon so lange besteht. Dies zeigt uns, dass es dringend notwendig ist, der Gesellschaft und vor allem den Jugendlichen politische Bildung näher zubringen.

3. Antifa-Regionalkonferenz – Wir sind dabei

Zum dritten Mal findet nun die Antifaschistische Regionalkonferenz statt. Nach Eschweiler und Alsdorf, richtet nun Herzogenrath die Konferenz aus. Um dem Ganzen einen angemessenen Rahmen zu bieten, läd die Europaschule Herzogenrath am 24. September 2011 ab 10 Uhr zur Regionalkonferenz ein.

Die massiven Probleme mit nazistischen Gruppierungen führten 2009 zur ersten Konferenz, um sich dort mit regionalen VertreterInnen und Einzelpersonen zu vernetzen. Gemeinsam wurden Strategien und Aktionen entwickelt, um effektivere Arbeit gegen Rechts zu ermöglichen. Neben Vorträgen und Informationsständen, konnten die BesucherInnen sich auf Workshops nicht nur informieren, sondern selbst Problematiken entdecken und Gegenstrategien erarbeiten.

Die SDAJ Aachen war von Anfang an Teil der Vorbereitung für die Konferenz. Auch in diesem Jahr wollen wir uns aktiv beteiligen, um den Menschen näher zu bringen, dass Faschismus und Rassismus nicht bloß eine Erscheinung der extremen Rechten sind, sondern, dass die Gefahr aus der Mitte der Gesellschaft, dem Kapitalismus selbst entspringt. Kritik am Faschismus ist Kritik am Kapitalismus!

Auf Grund der Erfolge in den letzten Jahren rufen wir zur Teilnahme an der Konferenz auf, um die Erfolge der letzten Jahre zu bestätigen und um den FaschistInnen auch in Zukunft immer mehr Raum zu nehmen. Es darf kein ruhiges Hinterland für Nazis geben!!!

(Quelle: SDAJ Aachen http://sdajaachen.blogsport.eu)