Regionalkonferenz “Aktiv gegen Rechts”

Aktiv gegen Rechts

GEMEINSAM: diskutieren, informieren, handeln

Samstag, 24. September 2011, 10:00 Uhr

Europaschule Herzogenrath (Zufahrt über Geilenkirchener Straße; Euregiobahn August-Schmidt-Platz)

Schirmherrschaft: Christoph van den Driesch

Ziele:

Vernetzung der vorhandenen Initiativen

Vertiefung der Kenntnisse über Erscheinungsformen des Neofaschismus und der Rechtsentwicklung

Formulierung von Forderungen an Städte und Gemeinden

Austausch von Erfahrungen und Debatte über Widerstandsformen


10.00 Uhr Begrüßung durch den Schulleiter der Europaschule, Herrn Daniel Bick und dem Schirmherr der Konferenz: Bürgermeister der Stadt Herzogenrath, Herrn Christoph von den Driesch

Grußwort des Sprechers der Bürgermeister/-innen der StädteRegion Aachen, Herrn Prof. Dr. Willi Linkens.

10.30 Uhr Eingangsreferate mit anschließender Diskussion „Rechtspopulismus und Islamfeindschaft in Westeuropa“

Dr. Herbert Ruland- Autonome Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens), Karel Toussaint, Hogeschool Zuyd Sittard Niederlande, Richard Gebhardt (Institut für politische Wissenschaft RWTH Aachen) Moderation: Robert Esser, Aachener Zeitung

12.00 bis 13.00 Uhr Mittagspause

13.00 – bis 15.30 Uhr Arbeitsgruppen

Internationale Zusammenarbeit gegen Rechts ist nötig und möglich mit Bewegungen gegen Rechts aus der Region NL- B- D (Koordination Jens Wegener)

Geschlechterpolitik der extremen Rechten (Regina Wamper, Arbeitskreis Rechts beim Duisburger Institut für Sprach-und Sozialforschung)

Nach der Blockade ist vor der Blockade – Wie weiter in Stolberg? Koordination: Dominik Clemens, Autor des Buches über den „Mythos Stolberg“

Vernetzung lokale Geschichtsarbeit- Input: „Arbeit in und mit Archiven“ mit Thomas Müller Leitung: VHS Aachen

Meinungsfreiheit für die Nachwuchs- NSDAP? Neonazis im „Kampf gegen die Parteiendiktatur der Demokraten“ mit Michael Klarmann, Journalist

16.00 Uhr bis 17.00 Uhr Abschluss der Konferenz
Berichte der Arbeitsgruppen und Diskussion Schlusserklärung

Veröffentlicht unter Antifa, DKP | Hinterlasse einen Kommentar

Keinen Fussbreit den Faschisten

Pressemitteilung des Fight Fascism Team

 

Mit schrecken haben wir von den neuen Anschlägen der Nazis in unserer Region gehört. Überfallene Menschen, Hakenkreuz-Schmierereien und nun ein Brandanschlag.

Wir fragen uns, was muss noch alles geschehen bis endlich etwas gegen den Naziterror unternommen wird.

Umso mehr hat es uns traurig gestimmt, als wir hörten, dass das Konzert „Rock gegen Rechts“ abgesagt wurde. Dies ist das völlig falsche Zeichen, denn es bedeutet, dass die Nazis erreicht haben was sie wollten. Alternative Kultur einschüchtern.

Auch das Fight Fascism kennt den Naziterror gut. Nach einem feigen Überfall von Nazischlägern 2007, wobei mehrere Jugendliche verletzt wurden, wurde es immer schwieriger einen Raum für das Konzert zu finden. Die Besitzer hatten zu viel Angst vor dem Naziterror. Auch an uns ist dieser Terror nicht Spurlos vorüber gegangen.

Doch der jetzige Anschlag und das fatale Signal lassen uns zu der Überzeugung kommen, dass alternative Kultur mehr als nötig ist und dass antifaschistische Konzerte nicht weniger, sondern mehr werden müssen in unserer Region.

Aus diesem Grund haben wir uns zusammen gesetzt und wollen nun erneut das Fight Fascism stattfinden lassen und zwar wieder in Stolberg. Mitten im Nazi Hinterland. Denn wir wollen dem Naziterror nicht weichen.

Veröffentlicht unter Antifa | Hinterlasse einen Kommentar

Die Anschläge von Norwegen offenbaren das Gesicht des Rechtsextremismus

Was in Norwegen geschehen ist, kann man wohl kaum in Worte fassen. Ein Bombenanschlag im Regierungsviertel und ein Amokläufer beim Jugendcamp der Sozialdemokratischen Partei. Am Ende stehen mehr als 90 Tote auf der Liste.

 

Sie alle mussten sterben, weil sie nicht in das Bild eines rechtsextremen Menschen gehörten. Nach den derzeitigen Ermittlungen der norwegischen Polizei, ist anzunehmen, dass der Mann sowohl für den Bombenanschlag, als auch für den Amoklauf in dem Jugendcamp verantwortlich ist. Was dagegen noch nicht geklärt ist, ist die Frage, ob der Mann als Einzeltäter agiert hat oder ob eine rechtsextreme Gruppierung dahinter steckt.

Wie auch immer offenbart diese Tat das Weltbild Rechtsextremer mehr als deutlich. Wer nicht in ihre Lebenswelt passt, der wird vernichtet. Wer also immer noch argumentiert, dass die Nazis von heute nicht mehr gleichzusetzen sind mit den Nazis von gestern, der wurde grausam eines besseren belehrt. Sicherlich leben viele Nazis ihre Fantasien nicht so offensiv aus, wie der Täter aus Norwegen, aber in ihren Köpfen ist diese Gewalt und es ist eine Frage der Zeit und der Möglichkeiten, bis sie sie umsetzen können.

 

Verantwortung zeigen

 

Diese Tat sollte nun umso mehr dazu führen, dass das Engagement gegen Rassismus und Faschismus gestärkt wird. Man muss nicht nur fordern, sondern man muss verlangen, dass endlich konsequent gegen Nazis vorgegangen wird. Dies muss man auch von der Bundesrepublik verlangen, wo Nazis durch staatliche Gewalt noch geschützt werden. Konkret ist zu fordern, dass man jegliche Gewalt von Rechts verurteilt und das endlich alle faschistischen Parteien und Organisationen verboten werden. Die ständige Diskriminierung von AntifaschistInnen, wie sie besonders durch die Aachener Polizei und Staatsanwaltschaft betrieben wird, muss beendet werden.

Auch ist zu erwarten, dass die Bundesregierung ein klares Zeichen gegen Rechts setzt. Während ständig eine angebliche Terrorgefahr von Muslimen propagiert wird, ist die Gefahr durch Nazis real, wie Norwegen so erschreckend gezeigt hat. Aber auch in Deutschland sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache. Seit 1990 hat es über 100 Tote durch faschistische Gewalt gegeben.

 

Rassismus in den Medien

 

Aber die Tat des Rechtsextremen zeigt noch mehr. Schon kurz nach der Tat, war für die deutsche Medienlandschaft klar, dass dies nur ein Anschlag von Islamisten sein könne. Man durchsuchte islamistische Foren, Terrorismusexperten erzählten von der schon immer existierenden Gefahr in Norwegen durch islamistische Terroristen. Hier wird ein Feindbild bedient, das aktuelle und künftige deutsche Kriegsbeteiligung ideologisch untermauern soll. Doch jetzt nachdem man einen rechtsextremen Fall ermittelt hat, wird nicht hinterfragt, ob Rechtsextreme an sich eine Gefahr darstellen, es werden nicht die Foren der Nazis durchforstet, um ihr Weltbild offenzulegen. Auch die Terrorismusexperten scheinen hierzu nichts beitragen zu können. Anscheinend ist ein bärtiger Mensch mit dunkler Haut ein besserer Täter, als ein blonder, blauäugiger Europäer. All dies muss öffentlich angeklagt werden, denn Rassismus ist die Keimzelle jener Gewalt die nun in Norwegen losgelassen wurde.

 

Doch heute gehört unser Mitgefühl und unsere Trauer den Opfern und den Angehörigen. Norwegen muss uns eine Warnung sein und es muss uns antreiben noch entschiedener gegen Nazis zu kämpfen, egal welche Schikanen uns dieser Staat in den Weg stellt.

 

Unser Motto muss heißen, keinen Fußbreit den Faschisten!

Veröffentlicht unter Antifa | Hinterlasse einen Kommentar

“Generation Empörung”

Unser Autor Fred Schmid schreibt über Hintergründe und Motive der Jugendbewegung. Seit dem 15. Mai ziehen jugendliche Demonstranten durch Spaniens Großstädte und besetzen zentrale Plätze. “Indignados” nennen sie sich, die Empörten. Sie protestieren gegen Jugendarbeitslosigkeit und gegen Perspektivlosigkeit, gegen soziale Einschnitte und gegen jene, die ihnen all das eingebrockt haben: Banker, Rating-Agenturen, Politiker. Am 27. Mai versuchte die Polizei die Plaza de Catalunya in Barcelona unter Einsatz brutaler Gewalt (siehe Video und Fotos) zu räumen. Sie ging mit Schlagstöcken und mit Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor, die seit 14 Tagen auf dem Platz campiert hatten. Aber die Bevölkerung von Barcelona solidarisierte sich mit der Protestbewegung, Tausendende strömten zur Unterstützung auf den Platz. Daraufhin musste sich die Polizei zurück ziehen. Und Stunden später waren Tausende der “Indignados” zurückgekehrt. In der Nacht auf Montag beschloss das oberste basisdemokratische Entscheidungsorgan in Madrid, die Vollversammlung, dass die Besetzung des Platzes Puerta del Sol bis auf Weiteres fortgesetzt wird.
Der Protest der Empörten ist inzwischen auch auf der Place de la Bastille in Paris angekommen. Ebenfalls in Griechenland: Am Wochenende versammelten sich Zehntausende Jugendlicher in Athen und in 60 anderen Städten Griechenlands auf “Plätzen der Empörung”. Nachdem die bisherigen Proteste von Parteien und Gewerkschaften organisiert wurden, sind die nach spanischem Vorbild durchgeführten Aktionen für Griechenland etwas Neues. Diese Jugendaufstände markieren ein neues Kapitel im europäischen Kampf gegen die Wirtschaftskrise.

Artikel weiterlesen auf Kommunisten.de

Veröffentlicht unter Jugend, Klassenkampf und Gewerkschaft | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Auch 2011 veranstaltet die DKP Aachen einmal im Monat einen Informationsstand, um die Menschen über ihre Ziele und ihre Arbeit im Stadtrat der Stadt Aachen zu informieren.

Anders als andere Parteien ist die DKP nicht nur auf der Straße, wenn Wahlen anstehen, sondern wir wollen regelmäßig den Menschen die Möglichkeit geben sich mit uns und unseren politischen Grundsätzen auseinander zusetzten. Es ist die Form von Transparenz, die wir für nötig halten,  um eine bürgernahe Politik betreiben zu können. Für uns zählen nämlich nicht irgendwelche Prozentzahlen, sondern nur die Menschen selbst.

Publiziert am von DKP Aachen | Hinterlasse einen Kommentar

Gegen jede rassistische Hetze – Nein zum Sarrazinbesuch in Aachen

Traurig ist, dass Rassismus immer noch eine relevante Gefahr in unserer Gesellschaft ist. Noch trauriger ist, dass die Mayersche Buchhandlung eben solchem Rassismus ein Forum bietet. Eingeladen ist der Sozialdemokrat Thilo Sarrazin, der sich gerne einmal eines biologisch begründeten Rassismus bedient, wenn er gegen MigrantInnen, Hartz IV EmpfängerInnen oder andere gesellschaftliche Minderheiten hetzt.

Veröffentlicht unter Antifa | Hinterlasse einen Kommentar

3. Antifa-Regionalkonferenz – Wir sind dabei

Zum dritten Mal findet nun die Antifaschistische Regionalkonferenz statt. Nach Eschweiler und Alsdorf, richtet nun Herzogenrath die Konferenz aus. Um dem Ganzen einen angemessenen Rahmen zu bieten, läd die Europaschule Herzogenrath am 24. September 2011 ab 10 Uhr zur Regionalkonferenz ein.

Die massiven Probleme mit nazistischen Gruppierungen führten 2009 zur ersten Konferenz, um sich dort mit regionalen VertreterInnen und Einzelpersonen zu vernetzen. Gemeinsam wurden Strategien und Aktionen entwickelt, um effektivere Arbeit gegen Rechts zu ermöglichen. Neben Vorträgen und Informationsständen, konnten die BesucherInnen sich auf Workshops nicht nur informieren, sondern selbst Problematiken entdecken und Gegenstrategien erarbeiten.

Die SDAJ Aachen war von Anfang an Teil der Vorbereitung für die Konferenz. Auch in diesem Jahr wollen wir uns aktiv beteiligen, um den Menschen näher zu bringen, dass Faschismus und Rassismus nicht bloß eine Erscheinung der extremen Rechten sind, sondern, dass die Gefahr aus der Mitte der Gesellschaft, dem Kapitalismus selbst entspringt. Kritik am Faschismus ist Kritik am Kapitalismus!

Auf Grund der Erfolge in den letzten Jahren rufen wir zur Teilnahme an der Konferenz auf, um die Erfolge der letzten Jahre zu bestätigen und um den FaschistInnen auch in Zukunft immer mehr Raum zu nehmen. Es darf kein ruhiges Hinterland für Nazis geben!!!

(Quelle: SDAJ Aachen http://sdajaachen.blogsport.eu)

Veröffentlicht unter Antifa, SDAJ | Hinterlasse einen Kommentar

Kein Rassistenaufmarsch in Köln

Auch in diesem Jahr waren die Blockaden gegen ProNRW erfolgreich. Viele Menschen waren dem Aufruf des kölner Bündnisses gegen ProNRW gefolgt und hatten die Innenstadt blockiert. Schon früh gab es Blockaden in Opladen und am Flughafen Köln/Bonn. Dadurch wurde die Anreise der Rassisten deutlich erschwert. So konnte die für 12 Uhr geplante Kundgebung erst um 15 Uhr beginnen. Auch waren nicht die von ProNRW angekündigten 2000 Menschen gekommen, sondern lediglich 220. Das ProNRW dennoch von 1100 Teilnehmern spricht, zeigt den Grad an Realitätsverlust dieser selbsternannten “Bürgerbewegung”.

Doch was für die Rassisten noch schlimmer sein dürfte, ist die Tatsache, dass die Blockaden den eigentlich geplanten Aufmarsch zur Rudolfstraße verhindern konnten. Schon früh hatten Gegendemonstranten taktisch wichtige Punkte eingenommen und bis zum Schluss verteidigt. Aus diesem Grund wurde die Veranstaltung schon nach einer Stunde um 16 Uhr wieder abgesagt. Konkret heißt dies, dass ProNRW auch 2011 eine bittere Niederlage einstecken musste und es zeigt sich darüber hinaus, dass das Konzept der Blockade ein geeignetes Mittel ist, um Rassismus effektiv zu bekämpfen.

Sehr erfreulich war auch die Vielfalt der Gegendemonstranten. Neben Vertretern von Parteien, Jugendvereinigungen, Gewerkschaften waren viele Einzelpersonen unterwegs, die eine rassistische Hetze, wie sie ProNRW praktiziert, nicht dulden wollten. Dies ist umso wichtiger in einer Zeit, wo Rassismus keine Erscheinung am politischen Rand ist, sonder wo er aus der sogenannten Mitte selbst entspringt. Deshalb war Köln ein Zeichen gegen ProNRW und ein Zeichen gegen jeden Rassismus.

Veröffentlicht unter Antifa | Hinterlasse einen Kommentar

Kein Raum für rassistische Hetze

sarrazin banner

Veröffentlicht unter Antifa | Hinterlasse einen Kommentar

Das ist das Mindeste – Kapitalismus abschaffen!

Auch 2011 beteiligte sich die Deutsche Kommunistische Partei Aachen an der Maidemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbund. Der DGB hatte sich für den diesjährigen Mai das Motto “Das ist das Mindeste” ausgesucht. Dieses nahmen wir KommunistInnen gerne auf, um deutlich zu machen, dass eine wirklich gerechte Gesellschaft nur dann entstehen kann, wenn der gesellschaftliche Reichtum von Oben nach Unten verteilt wird. Da dies in einer kapitalistisch geprägten Welt nicht möglich ist, lautete das Motto konsequenterweise “Das ist das Mindeste: Kapitalismus abschaffen!”. Zusammen mit der SDAJ Aachen wurde lautstark für eine sozialistische Alternative auf der Straße geworben.

Erfreulich war an diesem Tag, dass nicht nur die Demonstrationsroute verändert wurde, sondern dass das gesamte Programm des 1. Mai in Aachen verändert wurde. So lief man nicht mehr durch Nebenstraßen auf dem schnellsten Weg zum Markt, sondern man nutzte die Hauptstraßen und eine deutlich verlängerte Route. Das dies Erfolg brachte, zeigte die Größe der Demonstration. Auch auf dem Marktplatz selbst konnte das neue Konzept überzeugen. Ein neues frisches Programm geben dem ersten Mai nun auch in Aachen den Rahmen der nötig ist, um auf soziale Missstände hinzuweisen. Der Kampftag der Arbeiterklasse darf nicht zu einem eingeübten Ritual aus vergangener Zeit mutieren, sondern er muss jedes Jahr aufs neue Beweisen, dass die Ausbeutung und Unterdrückung im Kapitalismus so aktuell ist wie eh und je.

Auch aus diesem Grund haben wir KommunistInnen uns entschieden deutlich zu machen, dass eine wirkliche Veränderung nur dann vor sich gehen kann, wenn man jenseits der kapitalistischen Gesellschaft nach Lösungen sucht. Aus diesem Grund ist das Mindeste die Abschaffung des Kapitalismus. Erst dann kann man anfangen eine neue, eine gerechte Ordnung aufzubauen. Dafür werden wir auch in Zukunft kämpfen.

Veröffentlicht unter Klassenkampf und Gewerkschaft | Hinterlasse einen Kommentar