Ostermarsch 2015

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Wie in jedem Jahr so unterstützte unsere Parteigruppe gemeinsam mit der örtlichen SDAJ den Ostermarsch Rhein Ruhr in Düsseldorf.

Mehrere hundert Menschen waren an diesem Samstag in die Landeshauptstadt gekommen, um gegen Krieg, Atomwaffen und die Rüstungsindustrie zu demonstrieren. Erfreulich war, dass die Anzahl der Teilnehmer gegenüber 2014 gestiegen ist und dass die SDAJ mit ihrem Block dafür sorgte, dass die Demonstration auch gut zu hören war.

So durfte es für die Besucher der Haupteinkaufsstraße Düsseldorfs eine gewisse Überraschung gewesen sein, an diesem Samstag eine bunte und laute Demonstration zu sehen. Am Schluss des Umzuges erwartete die Teilnehmer ein politisches Bühnenprogramm und jede Menge Informationsstände der beteiligten Gruppen. Die DKP informierte dort über ihre Politik und die SDAJ nutzte die Gelegenheit, um einer breiteren Masse das Festival der Jugend näher zu bringen.

2016 werden wir dann hoffentlich die Teilnehmerzahl noch einmal erhöhen können, denn der Kampf gegen Krieg und Kapital wird nötiger denn je.

Was steckt hinter PEGIDA?

DKP Stammtisch diskutiert über die “Bürgerbewegung”

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Zu ihrem monatlichen Stammtisch lud die DKP alle interessierten Menschen abermals in die Gaststätte Zum Neuen Eck ein. Diesmal wollten wir uns mit PEGIDA und Co. auseinandersetzen und überlegen womit wir es zu tun haben und wie man auf solche “Bewegungen” reagieren kann.

Die Anwesenden stellten fest, dass es einen deutlichen Unterschied zwischen Ost und West PEGIDA gibt. Im Osten haben wir es in der Führungsriege von PEGIDA mit einem Gemisch von Wirtschaftsberatern, ehemaligen FDP und CDU Mitgliedern, sowie aktiven AfDlern zu tun. Im Westen ist das Führungspersonal deutlicher rechts zu verordnen. Auch bei den Teilnehmern lassen sich Unterschiede erkennen. Im Osten gehen Menschen auf die Straße, die unter Zukunftsängsten leiden, denen der real-existierende Kapitalismus innerhalb von 25 Jahren die eigene Identität und Zukunft geraubt hat. Diese Menschen vorschnell als Faschisten oder Rassisten zu bezeichnen würde der Sache nicht gerecht werden. Vielmehr haben die Menschen zu Recht “Wut im Bauch”, doch sie fallen auf die Rattenfänger des Kapitals rein. Würden viele dieser Menschen in Ruhe einmal das Programm der AfD lesen und nicht nur die Parolen auf Plakaten und Aufklebern, dann würden sie sehen, dass solche Parteien und Bewegungen wie PEGIDA nicht ihre Interessen vertreten, sondern die Interessen der herrschenden Klasse. Die Trennlinie verläuft nicht zwischen uns, sondern zwischen Oben und Unten.

Im Westen sind nicht nur die Teilnehmerzahlen geringer, sondern es ist auch ersichtlicher wer dort auf die Straße geht. Hier handelt es sich um ein Gemisch aus Hooligans, Rassisten der Sorte Pro NRW und offen faschistischen Kräften wie der Partei DIE RECHTE. Hier gilt es entschiedenen Widerstand zu leisten und so den Rassisten die Möglichkeit zu nehmen, sich als gewöhnliche Bürger zu präsentieren.

Doch welche Rolle spielt PEGIDA? Hat diese Bewegung tatsächlich neue Themen auf die Tagesordnung gebracht, die den Menschen auf den Fingern brannten, die die “Lügenpresse” jedoch verschweigt? Ganz im Gegenteil. Es waren die Vertreter der bürgerlichen Parteien und Medien wie die BILD, Welt etc. die monatelang vor den Flüchtlingsströmen und den islamistischen Terrormilizen gewarnt hatten. Diese Stimmungsmache sollte dazu dienen, dass repressive Asylverfahren noch mehr zu vereinfachen und den Ausbau des Überwachungsstaates voranzutreiben. PEGIDA liefert hier nun eine perverse Situation. Denn diese Bewegung griff die fantasierten Bedrohungen auf und die Politik nahm sich nun den wütenden Bürgern an, um dass im Namen des Volkes umzusetzen, was man selbst ins Volk hineingetragen hatte. Viel deutlicher ist die Rolle von rassistischen und faschistischen Gruppen und Parteien nicht darzustellen. Sie sollen uns spalten und uns von denen ablenken, die wirklich an unseren Arbeitsbedingungen und dem Abbau von Sozialleistungen schuld sind. Es ist praktischer, wenn alle den Flüchtling beschimpfen, als wenn sich die Wut gegen die Ausbeuter und Unterdrücker richtet.

Neben dieser Absurdität, lässt sich aber auch beobachten, dass die Gewalt gegen Flüchtlinge und Muslime sich seit PEGIDA verdoppelt hat. Auch wenn viele linke Kräfte aufführen, dass im Westen mehr Menschen gegen PEGIDA und Co. auf die Straße gehen, so übersehen viele, dass das Denken von PEGIDA viel breiter verbreitet ist, als sich das an den Teilnehmerzahlen abzählen lässt. Nach einer Umfrage von TNS Emnid haben 53% der Ostdeutschen Verständnis für PEGIDA, in Westdeutschland sind es 48%. Und nach einer ähnlichen Umfrage des Instituts mit der Bertelsmann-Stiftung halten 57% der Deutschen für eine Bedrohung und 40% fühlen sich fremd im eigenen Land.

Dies ließ bei der Diskussion natürlich die Frage aufkommen, was eine antifaschistische Politik unter solchen Bedingungen leisten muss. Vor allem muss sie weg von einem idealistischen Antifaschismus, der moralisierend versucht die Menschen zu belehren. Nur ein materialistischer Antifaschismus, der die Ängste und Sorgen der Menschen ernst nimmt, kann einen Umschwung im Denken vieler Menschen bewirken. Den Menschen aufzuzeigen, dass Antifaschismus nicht eine Attitüde intellektueller Hinterhofkämpfer ist, sondern eine Waffe für die Menschen darstellt gegen Lohnkürzungen, gegen den Abbau von Sozialleistungen usw. das ist die Aufgabe der Zukunft.

Dafür kämpfen wir Kommunisten zum einen im 8. Mai Komitee Aachen, zum anderen in den alltäglichen Diskussionen im Betrieb, in der Schule und der Hochschule. Und wir freuen uns immer wieder über spannende Diskussionen bei unserem Stammtisch, weil aus diesen immer stärkere Aktionen entstehen.

Jahreshauptversammlung der DKP

Im Vorfeld des XXI. Parteitages der DKP stand auch in Aachen die Jahreshauptversammlung der DKP Gruppe an.

In seinem Bericht stellte der alte Vorstand die Arbeit der letzten zwei Jahre dar und die Entwicklung der Ortsgruppe. Besonders herausstachen die Vorbereitung der 4 Parteien Konferenz in Aachen zum 100 Jahrestages des 1. Weltkrieges. Zudem konnte die Parteigruppe mit der Ausrichtung einer Tombola das Pressefest der Parteizeitung Unsere Zeit (UZ) tatkräftig unterstützen. Neben diesen Großveranstaltungen konnte die Partei ihre Infostände in Aachen intensivieren, zudem wurde mit der Einrichtung eines Stammtisches die Möglichkeit für Interessierte geboten, sich unkompliziert über die Arbeit der DKP zu informieren und über aktuelle Themen mit den Genossen zu diskutieren. Darüber hinaus wurde über die Aktionen zum Internationalen Frauentag, des 1. Mai, des Antikriegstages und vielem mehr berichtet.

In der anschließenden Diskussion wurden Ideen für eine noch bessere Arbeit der Gruppe entwickelt, welche der neue Vorstand gemeinsam mit allen Genossen umsetzen soll.

Bei den Wahlen wurde der alte Vorstand erneut mit großer Mehrheit wiedergewählt. Erfreulich ist, dass bei den Wahlen für die Delegierten zur Bezirksdelegiertenkonferenz der DKP die Quote von 50% Frauen und Männern erreicht werden konnte und das sowohl erfahrene Genossen, als auch junge Genossen gewählt wurden.

Mit der Kampagne zum 8. Mai und der Vorbereitung des 1. Mai stehen auch direkt die nächsten Aufgaben für die Kommunisten an. Wenn sie mehr über die Arbeit der Kommunistischen Partei erfahren wollen, kommen sie doch einfach zum nächsten Stammtisch der DKP.

[DKP in Aktion] Infostand im Ostviertel

Wie jedes Jahr nutzten wir unseren Infostand im Ostviertel um passend zum morgigen Internationalen Frauentag den vorbeilaufenden Frauen nicht nur eine rote Nelke mitzugeben, sondern auch das UZ Extra zum Frauentag.

Während einige denken, dass die Gleichberechtigung durch die Frauenquote nun durchgesetzt ist, zeigen wir  auf, dass die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern immer noch Hochkonjunktur hat. Nicht nur das Frauen oft im selben Beruf schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, so sind es besonders sogenannte “Frauenberufe” die schlecht bezahlt werden und kaum Zukunftsperspektiven für die Kolleginnen und Kollegen bieten. Und dies sind bloß zwei Beispiele für viele andere Situation in denen Frauen immer noch unterdrückt werden.

Ein Binnen-I oder ein Sternchen-I werden die Situation der Frauen nicht verbessern, sondern nur der entschlossene Kampf der Kolleginnen für “Gleichen Lohn, für gleiche Arbeit”, sowie das Ende der Bezeichnung “Frauenberufe” für schlechter bezahlte Tätigkeiten. Es gibt immer noch viel zu tun und auch im 21. Jahrhundert ist die Gleichberechtigung im kapitalistischen Deutschland nur eine Trügerische.

DÜGIDA marschiert, dank der Polizei!

Ein “Reisebericht” der SDAJ Aachen

Bei der Landesmitgliederversammlung der SDAJ baten uns die Düsseldorfer Genossen um Unterstützung bei den wöchentlichen Protesten gegen DÜGIDA. Sie schilderten wie brutal die Polizei diese Aufmärsche durchsetzten, da wir das Problem regelmäßiger Aufmärsche von Rechts gut kennen waren wir sofort bereit die Genossen zu unterstützen.

Zudem kamen wir so zu der Gelegenheit, uns selbst ein Bild von DÜGIDA zu machen. Sind es wirklich nur “besorgte” Bürger oder waschechte Faschisten?

So fuhren wir also am Montag, 23.02.15 nach Düsseldorf und schon am Hauptbahnhof fragten wir uns ob der Krieg in der Landeshauptstadt ausgebrochen sei. Überall standen mehrere Hundertschaften der Polizei, am Haupteingang war ein riesiges Aufgebot an Absperrgittern und Polizeiwagen aufgestellt. Bei jedem Fußballspiel, wo rund 60 000 Menschen kommen sind weniger Polizisten zu sehen, als bei einer Veranstaltung mit Rund 100 Rassisten. Schon jetzt kommen uns schwere Zweifel an der Verhältnismäßigkeit, aber nun gut man ist Positiv.

Kurz vor dem Start der DÜGIDA Demonstration findet ein Flashmob mit rund 350 Menschen statt, der den Haupteingang des Düsseldorfer HBFs blockiert. Ein gelungener Auftakt. Doch schon hier fällt auf, dass die Polizei den Aufmarsch der Rassisten egal wie durchsetzen wird. Wir erfahren nun, dass kurzfristig die Demoroute von DÜGIDA nun doch an zwei Moscheen vorbeiführen darf. In der Nähe haben jedoch die Falken eine Kundgebung angemeldet und so laufen wir zu dieser Kundgebung, um den Rassisten in direkter Nähe unsere Meinung zu sagen. Doch nun nimmt das politische Grauen seinen Lauf. Plötzlich stehen wir vor einer Absperrung. Gitter, Polizisten in Kampfmontur und eine Reiterstaffel versperren uns den Weg zu der angemeldeten Kundgebung. Ein Mitglied des Bündnisses Düsseldorf stellt sich Quer fordert die Beamten auf uns umgehend durchzulassen. Die Polizei weigert sich. Der Anmelder der Kundgebung kommt zu uns und informiert uns, dass man die Kundgebung schon vor Wochen angemeldet hat und das die Polizei ihnen garantiert hatte, dass alle ungehindert zu dieser Kundgebung kommen können. Doch an diesem Tag hat man kurzfristig die DÜGIDA Demonstration in die Nähe gelegt und damit gilt das Wort der Polizei nichts mehr (Wie gut kennen wir dies aus Aachen). Zu Recht sagt der Veranstalter, dass die Polizei in der Vergangenheit immer wieder sich geweigert hatte eine Kundgebung in die Nähe der DÜGIDA Demonstration zuzulassen, weil DÜGIDA früher angemeldet hätte und somit das Erstanmelderrecht hätte. Aber jetzt wo die DÜGIDA-Gegner Erstanmelder sind, da pfeift die Polizei auf ihr Geschwafel von Gestern und  tritt das Versammlungsrecht mit Füßen. Dabei hatte das Verwaltungsgericht und der Polizeipräsident gebetsmühlenartig in der Vergangenheit immer wieder betont, dass das Versammlungsgesetz ein hohes Gut sei. An diesem Tag zeigten sie aber für wen dieses “Hohe Gut” gilt und für wen nicht. Die Stimmung wird dementsprechend unruhig, die Menschen sind enttäuscht und sie fühlen sich betrogen. Die Polizei reagiert mit Pfefferspray und Gewalt. So langsam glauben wir den Berichten der Düsseldorfer Genossen bezüglich der Polizeigewalt. Nach einiger Zeit wird den Menschen dann angeboten, dass Zehnergruppen in Begleitung von Polizisten zu der Kundgebung geführt werden können. Der Veranstalter weißt zurecht daraufhin, dass dieses Prozedere so lange dauern würde, bis die DÜGIDA vorbei ist und das damit der Sinn einer Kundgebung in Hör- und Sehweite ins Absurde geführt wird. Tatsächlich kommt nicht eine Gruppe bei der Kundgebung an bevor DÜGIDA vorbei läuft. Dank der Polizei wurde der Gegenprotest kaltgestellt. So sieht also Demokratie aus?

Drei Stunden Zugfahrt für die Katz. Frustriert und Sauer ziehen wir mit den anderen Demonstranten zurück zum Hauptbahnhof und jetzt fängt der Abend erst an. Als wir nichts ahnend den Bahnhof betreten wollen versperrt plötzlich eine Hundertschaft der Polizei den Eingang, die Beamten verlieren keine Zeit und schlagen mit Fäusten auf die wütenden Menschen ein und schon wieder wird Pfefferspray eingesetzt. Unter dem kleinen Vordach legt sich das Gas wie eine Nebelwand über uns, wir bekommen plötzlich keine Luft mehr und man hört die Menschen verzweifelt husten. Wir fragen uns warum diese Gewalt? Die DÜGIDA Anhänger befinden sich nicht im HBF, wieso dürfen wir ihn also nicht betreten? Keiner von uns hat Lust von diesen wild-gewordenen Tieren zusammengeschlagen zu werden. Wir ziehen uns zurück und versuchen irgendwie nach Hause zu kommen. Es gelingt uns in einer kleinen Gruppe doch noch in den Hauptbahnhof zu kommen. Aber der Ärger hört nicht auf.

Überall im Bahnhof stehen Polizisten, sie stellen die Mehrheit der Bahnhofbesucher. Plötzlich Geschreie und Parolen. Wir wissen nicht was los ist, doch wir erkennen schnell, die Rassisten sind vor uns. Und dann greift die Polizei an, wir werden brutal weggestoßen, wieder gibt es Faustschläge. Ein Mensch wird gegen einen Rollstuhlfahrer geschleudert, aber den Polizisten stört dies nicht, er greift sowohl alle umher stehenden als auch den Rollstuhlfahrer an. Wir versuchen klarzumachen, dass von uns keine Gewalt ausgeht, aber wir werden von allen Seiten von Polizisten geschubst, getreten und geschlagen. Endlich kehrt etwas Ruhe ein, man hat uns wie Tiere zusammengetrieben und wir können uns kaum noch bewegen. Nun fragen wir uns warum dieser “Spaß”? Weil man sonst die Rassisten nicht sicher an uns vorbeibringen könnte? Wohl kaum, denn diese laufen eher ungeschützt umher, ein Fotograf darf sich sogar direkt neben uns stellen und alle Menschen abfotografieren, ohne das ein Polizist ihn schubst, tritt oder schlägt. Komisch, sind wir Menschen zweiter Klasse? Wenn die nun Abfotografierten demnächst auf dem Schulweg oder beim Shopping in der Stadt von Rassisten nieder-geprügelt werden, dürfen sie sich ruhigen Gewissens bei der Polizei bedanken. (In Aachen kennen wir dies, dank der Polizei konnten Faschisten die Personalausweise von Nazigegnern abfotografieren. Kurz danach standen Faschisten vor der Haustüre eines Antifaschisten und wiederum Tage später wurden die Fensterscheiben eingeschmissen.)  Doch die Ruhe wärt nur kurz, ein völlig unbeteiligter älterer Herr hat bei dem Angriff der Polizei seine Brille verloren. Einer der Antifaschisten will sie ihm wiedergeben, die Polizei nutzt dies um abermals anzugreifen, nur mit großer Ruhe gelingt es die Situation zu beruhigen.

Endlich, die Rassisten sind sicher von der Polizei nach Hause gebracht worden und man sichert uns nun den sicheren Abzug ohne jede weitere Schikane zu. Man will uns zum Ausgang bringen. Wir verlangen von dem verantwortlichen Polizisten dass er seine Beamten nun anhält keine weitere Gewalt mehr einzusetzen. Er sichert uns dies zu (Wir haben Zweifel). Es kommt uns schon komisch vor, dass wir in eine durch Polizeiwagen erzeugten Hinterhof geleitet werden. Plötzlich versuchen Polizisten einen Menschen zur Seite abzudrängen. Eine junge Frau hält den Jungen fest und will nachfragen was denn los sei, doch die Polizei macht was sie schon den ganzen Tag macht, sie greift an. Wieder werden wir (genau) geschubst, getreten und geschlagen. Die junge Frau die so Ahnungslos nachfragen wollte wird brutal weg-geschleudert und hat Glück, dass ihr Kopf kurz vor einer Wand aufkommt und nicht dagegen knallt.

Wir sind Fassungslos und zu allem Überfluss können wir auch noch beobachten wie Polizisten die in der Nähe stehen sich sichtlich amüsieren. So sieht also Staatsterror aus!

Die Düsseldorfer Genossen haben nicht übertrieben, was die Gewalt anging. Eine Armee brutaler Schläger hat rund 100 Rassisten eine Demonstration ermöglicht, die Hass und Gewalt gegen andere Kulturen predigen. Resigniert sagt eine Demonstrantin, dass dies eben normal sei in Deutschland. Aber normal war an diesem Tag gar nichts und wir dürfen uns niemals mit einem solchen staatlichen Terror abfinden, denn dann sind der offenen Diktatur alle Tore geöffnet. Düsseldorf hat gezeigt, dass Widerstand zur Pflicht wird, wenn wir verhindern wollen, das die BRD weiter zu einem autoritären Sicherheitsstaat umgebaut wird.

Aber was ist mit DÜGIDA? Sind es nun besorgte Bürger? Wenn dem so ist, dann wäre es unsere Aufgabe als Kommunistinnen und Kommunisten die Ängste der Menschen ernst zu nehmen und ihnen aufzuzeigen, dass sie ihre Ängste gegen die Falschen richten. Die Trennlinie läuft nicht zwischen uns, sondern zwischen Oben und Unten. Diejenigen die migrantische Jugendliche in Ghettos abschieben, sie ihrer Zukunft berauben und damit in die Hände von fanatischen Islamisten treiben, sind die Selben die uns unsere Löhne kürzen, so dass wir nicht mehr Leben können trotz Arbeit. Die Rassisten wie PEGIDA, AfD oder die Faschisten wie NPD, DIE RECHTE sollen uns blenden und auseinanderdividieren und uns damit wehrlos machen.

Bei DÜGIDA kann man jedoch eines sicher sagen, dies waren keine besorgten Bürger. Die große Mehrheit bildeten Hooligans, Rassisten und offen faschistisch auftretende Menschen. Diesen Rattenfängern muss man den entschiedensten Widerstand entgegensetzen. Denn Rassismus ist keine Meinung, Rassismus ist ein Verbrechen. Egal wo, er führte immer zu Mord und Folter. Und eben jene Rassisten können sich auf die Düsseldorfer Polizei verlassen, denn durch ihre Unterstützung dürfte dieser Zirkus noch monatelang weitergehen. Es bleibt also nur Eines und das heißt Solidarität. Wenn die Polizei Gewalt und Terror einsetzt, um Rassisten zu schützen und die demokratischen Rechte von allen Anderen mit Füßen zu treten, dann müssen wir mehr werden. Nur so können wir dem Spuk ein Ende setzen.

Finden wir uns nicht ab mit dem staatlichen Terror, lassen wir auch 100 Rassisten nicht einfach laufen. Stellen wir uns ihnen in den Weg, gemeinsam.


Kurzmitteilung

Leider hat die Grippe dafür gesorgt, dass unser heutiger Stammtisch kurzfristig ausfallen musste. Wir bitten alle die umsonst gekommen sind um Entschuldigung.

Damit das Thema aber nicht unter den Tisch fällt. Werden wir uns bei unserem nächsten Stammtisch dann endlich mit Pegida und co. beschäftigen.

Gedenken an die Befreiung Auschwitz vor 70 Jahren

 auschwitz-27-januar-1945Rund 20 Menschen gedachten heute am Pastorplatz 1 der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 70 Jahren durch die Rote Armee.

Die Linksjugend solid hatte zu dem Gedenken aufgerufen. Der Ort war dabei nicht ohne Grund gewählt, denn im Haus am Pastorplatz 1 hatte Anne Frank vor ihrer Flucht in die Niederlande gelebt und eben jene Anne Frank wurde später von den Faschisten ins KZ Auschwitz deportiert. Das Anne Frank nicht hier ermordet wurde, lag daran dass sie bei ihrer Ankunft im KZ über 15 Jahre war und somit arbeitsfähig entging sie der Gaskammer. Alle Kinder die im selben Zug wie Anne Frank waren, wurden direkt in den Tod geschickt. Von den insgesamt 1019 Deportierten wurden 549 direkt nach der Ankunft in Auschwitz ermordet.

Als die Rote Armee immer näher an das Konzentrationslager rückte, deportierten die Faschisten Anne Frank ins Konzentrationslager Bergen-Belsen. Hier starb die Jugendliche im März 1945 an den Folgen einer Fleckfieber Epidemie. Nur wenige Wochen später wurde das KZ durch die britische Armee befreit.

Auschwitz steht für die fürchterlichen Verbrechen des Faschismus und all derer die von der Rüstungspolitik der Faschisten profitierten. Aus diesem Grund ist es heute umso wichtiger vor den Gefahren des Faschismus zu warnen. Nach 1945 hieß der Slogan vieler Befreiter nicht umsonst “Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus”. Heute soll dieses Erbe jedoch aus den Köpfen der Menschen gelöscht werden. Der Bundespräsident will das Deutschland wieder an Kriegen teilnimmt und SPD Mitglied Steinmeier posiert mit ukrainischen Faschisten und bezeichnet diese als Freiheitskämpfer. Und eine rassistische Partei wie die AfD darf in Buchenwald einen Kranz niederlegen, die die Verbrechen der Faschisten gleichsetzt mit den Urteilen gegen Faschisten. Diese Geschichtsfälschung passt in das gesamtdeutsche Bild. Geschichtsrevisionismus und Kriegsvorbereitungen sollen die Menschen wieder an Kriege gewöhnen. Aber das einfache Volk hat kein Interesse an Kriegen gegen andere Völker. Denn jene die die Ressourcen der ärmsten Länder ausplündern, sind die Selben die uns für einen Lohn arbeiten lassen, der nicht mehr zum Leben reicht. Lassen wir uns also nicht täuschen, weder Rassismus noch andere Blender-Ideologien können eine Alternative für die Menschen in diesem Land sein. Nur der gemeinsame Kampf aller Völker gegen die kapitalistischen Ausbeuter kann zu unserer Befreiung führen. Auch das ist die Lehre von 1945 und deshalb sagen wir спасибо!

Wir trauern um unseren Genossen Hein

Unser „Hein“
Ehrenvorsitzender der DKP Aachen
Genosse, Kollege, Freund und Weggefährte –

Heinrich Kolberg
ist tot.
21.11.1921 – 01.01.2015

Geboren in Aachens tiefstem Arbeiterviertel, in bitterarmen Verhältnissen ohne den früh verstorbenen Vater mit drei Geschwistern aufgewachsen, machten ihn seine Erfahrungen in Kindheit und Jugend sowie im faschistischen Krieg zum Kommunisten – und zum Proleten, wie er stolz sich selbst und die arbeitende Klasse bezeichnete.

Zurückgekehrt aus dem Krieg mit der Losung „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ trat er 26-jährig der KPD bei. Dort sah er den „Kampf gegen die Not der einfachen Leute in unwürdigen Wohnungen, das Recht auf Arbeit und gegen die Restauration der alten Machtverhältnisse“ am stärksten vertreten. Als Betriebsratsvorsitzender setzte er sich unerschrocken für seine Kolleginnen und Kollegen ein.
Nach dem Verbot der KPD 1956 wurde er 1963 für vier Wochen in U-Haft genommen wegen „Sichtbarmachung einer verbotenen Partei“ – er hatte Flug-blätter verteilt – und zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt; er stand vier Jahre unter Polizeiaufsicht. Der Arbeiter Hein Kolberg verlor seine Arbeit. Seine Frau und Genossin Bertha, die 2000 verstarb, unterstützte ihn zuver-lässig und kämpferisch.
1968 half er beim Aufbau der DKP und wurde in Aachen ihr Vorsitzender.
In seiner Gewerkschaft ver.di war er bis zuletzt aktiv. Er wurde mit der höchs-ten Auszeichnung des DGB, der Hans-Böckler-Medaille, geehrt.
1987 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Aachener Friedenspreises.

Als gefragter Redner sprach er auf Demos und Kundgebungen, die jungen antifaschistischen engagierten Menschen ermunternd, ihren Widerstand nicht aufzugeben. Und natürlich war er immer über die aktuelle Politik informiert, diskussionsfreudig über politische Grenzen hinweg und keine Auseinanderset-zung scheuend.
Er war empört über die Hartz-IV-Gesetze und die daraus folgende Armut. In einem Zeitungsinterview sagte er 2011: „Das Schlimmste ist, wenn ein Mensch nicht mehr für sich selbst aufkommen kann. Die gehen kaputt. Da geht es nicht um Brötchen, die Armut ist im Kopf.“.

Sein Leben war nicht immer einfach. Dennoch vermittelte er immer die posi-tiven Seiten des Lebens und des Widerstands – mit viel Spaß und Fantasie, widerborstig und schlagfertig. Er war ein eloquenter und unterhaltsamer Ge-sprächspartner mit einzigartigem Öcher Dialekt und seinem Humor, Ge-schichtenerzähler und wandelndes Geschichtsbuch – und dazu ein genialer Dialektiker, leidenschaftlicher Mahner gegen Faschismus, Krieg und unhaltbare Zustände in dieser Gesellschaft, unermüdlich bis vor einigen Wochen unter-wegs, um in Schulen erfolgreich ein anderes Geschichtsbuch aufzuschlagen – und nicht zuletzt Schauspieler auf der Bühne des Aachener Stadttheaters, an seiner Seite immer – und genauso unermüdlich – seine Traudel.

Er war überzeugt von der marxistischen Lehre – „auch heute noch“ – wie er immer betonte.
So wird uns Hein in Erinnerung bleiben.

DKP und SDAJ Aachen
DKP Rur-Erft
Bezirksvorstand der DKP Rheinland-Westfalen

 

Die Trauerfeier findet am 17. Januar um 14 Uhr in der Citykirche Aachen statt.

Die Familie bittet außerdem, von Kränzen und Blumengestecken abzusehen. Stattdessen kann eine Spende auf das Konto des Vereins

„Aachener Friedenspreis e.V.“ entrichtet werden: IBAN DE67390601800128428011, Stichwort: Hein Kolberg.

[DKP in Aktion] Regionalkonferenz und Infostand

Am Samstag, 25.10.14 gab es gleich zwei Aufgaben für die Mitglieder der DKP Aachen. Zum einen unterstützten wir erneut die Regionalkonferenz Aktiv gegen Rechts, die dieses Jahr im städtischen Gymnasium der Stadt Würselen stattfand. In Arbeitsgruppen wurden gemeinsam Positionen erarbeitet, die im späterem Plenum allen Anwesenden vorgestellt wurden. Zudem sollte auch diese Konferenz die Vernetzung von antifaschistischen Gruppen und Initiativen verbessern und intensivieren (Ein ausführlicher Bericht folgt).

Zudem verteilten wir, wie jeden Monat unsere Kleinzeitung im Aachener Ostviertel. Neben wichtigen Informationen zur Situation bei Philips (Siehe Roter Oecher 3/14), wollten wir auch auf unseren nächsten Stammtisch zum Thema “Sozialer Wohnraum muss her!” hinweisen. Nach knapp einer Stunde waren alle Kleinzeitungen verteilt und nun freuen wir uns auf neue Gesichter bei unserem Stammtisch am nächsten Dienstag (28.10.14).

Der nächste Infostand wird am 17.10.14 an der RWTH stattfinden, wo wir alle Studierenden über unsere hochschulpolitischen Forderungen informieren wollen. Auch hier freuen wir uns auf spannende Gespräche an unserem Infostand.

[DKP in Aktion] Protest gegen TTIP und Solidarität mit Kobane

Am letzten Samstag sollte eigentlich der monatlich stattfindende Infotisch der DKP am Kugelbrunnen die Menschen über unsere Arbeit informieren, aber die Situation in Kobane und der wichtige Protest gegen das Freihandelsabkommen TTIP, TISA und CETA waren uns an diesem Tag wichtiger.

Aus diesem Grund fuhren einige Genossen nach Düsseldorf, um dort die kurdischen Mitmenschen zu unterstützen. Bezeichnend ist hier, dass einmal in den bürgerlichen Medien immer nur davon geredet wird, dass “Die Kurden” nur in Düsseldorf demonstrierten und zweitens, dass einmal mehr die Teilnehmerzahl verfälscht wird. Tatsache ist, dass viele Menschen verschiedener Nationalität zusammen kamen, um ihre Solidarität mit den Kämpfern in Kobane zu zeigen und auch um deutlich zu machen, dass internationale Solidarität stärker ist, als religiöser Fanatismus und imperialistische Schachzüge.

Auch bei der Teilnehmerzahl fällt erneut auf, dass die bürgerlichen Medien gebetsmühlenartig die Zahl 20.000 aufzählen, während die Veranstalter 80.000 Menschen nennen. In der BRD gehört es zum guten Ton kritische Demonstrationen kleinzureden.

Eine der frechsten Lügen ist jedoch, dass die Kurden mit diesen Protesten die Türkei zu einer Unterstützung der Kämpfer in Kobane bewegen wollen. Auf Redglobe können wir richtigerweise lesen: “Die Türkei unterstützt den IS mit Waffen und Logistik und will unbedingt, dass Kobanê fällt. Während sie einen vermeintlichen Friedensprozess mit den Kurden in Nordkurdistan führt, führt sie zugleich aber auch einen Stellvertreterkrieg über den IS in Rojava. Dadurch will sie ihre Verhandlungsposition gegenüber den Kurdinnen und Kurden im eigenen Land stärken.” Der Protest richtet sich vielmehr auch gegen die Türkei und ihrer Kurdenpolitik und die Unterstützung des IS.

Neben diesem wichtigen Zeichen der Solidarität, fand in Aachen im Rahmen eines bundesweiten Protestes gegen die Freihandelsabkommen TTIP, TISA und Ceta ebenfalls eine Kundgebung verschiedener Parteien, Gewerkschaften und NGO´s statt. Mehrere hunderte Menschen beteiligten sich an der Kundgebung, wo die Gruppen mit Informationsständen über die Folgen der Freihandelsabkommen informierten. In Redebeiträgen zählten man all jene Dinge auf, die Tatsächlich eintreten dürften, sobald die Abkommen unterzeichnet sind. Am meisten schockierte die Tatsache, dass Konzerne nach diesen Abkommen in der Lage wären, wenn Gesetze eines Landes ihre Profite minimieren, diese Länder zu verklagen. Damit wäre jede Schranke für kapitalistische Interessen durchbrochen.

Kritik üben muss man trotzdem an der Haltung manch einer Partei, die zwar einige Auswüchse dieser Abkommen kritisieren, nicht aber Freihandelsabkommen als Machtinstrumente des Kapitals ansich. Wir dürfen uns nicht auf jene Parteien verlassen, die gerne den Anspruch haben Stellvertreter für alle Menschen zu sein, sondern wir selbst müssen den Protest organisieren und deutlich machen, dass wir keine Freihandelsabkommen zwischen imperialistischen Staaten dulden, egal in welcher Form.